Geschäftsbericht
2021
14/30


Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Rheinwohnungsbau hat ihren Sitz in Düsseldorf und wird als GmbH geführt. Die Organe der GmbH sind die Geschäftsführung, der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung. Gegründet wurde sie mit dem Auftrag, zur Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungskreise beizutragen. Hierzu gehört die Bereitstellung von Wohnungen zu fairen Preisen mit einer ausgewogenen Belegungsstruktur. Der Bau von gesellschaftseigenen Mietwohnungen sowie die Bewirtschaftung des vorhandenen Wohnungsbestandes sind die beiden großen Geschäftsfelder des Unternehmens; kleinere Bauträgermaßnahmen finden ergänzend statt. 

Zum 31.12.2021 betrug der gesamte Wohnungsbestand 6.175 Wohnungen, davon 4.874 Wohneinheiten in Düsseldorf, 1.021 in Duisburg, 232 in Berlin und 48 in Meerbusch. Die Betreuung des Düsseldorfer wie auch des Duisburger und Meerbuscher Besitzes erfolgt durch die Verwaltung in Düsseldorf. Die Berliner Immobilien werden durch eine in Berlin ansässige Verwaltungsgesellschaft betreut. Auch 2021 hat es in unserem Unternehmen keine nennenswerten Leerstände oder hohen Forderungsausfälle gegeben. 

Die Entwicklung im Bauhauptgewerbe bekommt die Wohnungswirtschaft deutlich zu spüren. So sind Engpässe in der Versorgung mit Bauleistungen ebenso wie deutliche Preissprünge bei Baustoffen zu verzeichnen. Das Zinsumfeld für Fremdmittel ist nach wie vor als sehr günstig zu bewerten. Hier bleibt die weitere Entwicklung, insbesondere innerhalb der EU, abzuwarten. Experten gehen für das Jahr 2022 nicht von wesentlich veränderten Rahmenbedingungen auf den Kapitalmärkten aus. 

Die Bevölkerungsentwicklung in den von uns bedienten Wohnungsmärkten in Düsseldorf, Duisburg, Meerbusch und Berlin ist im Wesentlichen positiv. Im Einzelnen gestalten sich die Bevölkerungsprognosen wie folgt: 


Düsseldorf 
2013 = 613.446 
2019 = 645.923 
2021 = 644.280 
Prognose 2040 = 703.647 

Duisburg 
2013 = 486.816 
2019 = 498.700 
2021 = 495.885 
Prognose 2040 = 463.000 

Meerbusch-Büderich 
2013 = 21.775 
2019 = 23.208 
2020 = 23.287 
Prognose 2040 = + 6,7 % für Meerbusch insgesamt 

Berlin 
2013 = 3.421.829 
2018 = 3.669.491 
2021 = 3.766.082 
Prognose 2040 = 3.960.000
 



An der jeweiligen Bevölkerungsentwicklung ist erkennbar, dass die Rheinwohnungsbau zum überwiegenden Teil in teils stark prosperierenden Städten aktiv ist. Lediglich in Duisburg wird zwischen 2021 und 2040 ein Bevölkerungsrückgang von ca. 7 % erwartet. Der Wohnungsbestand der Rheinwohnungsbau konzentriert sich hier auf den Duisburger Süden. Durch die Nähe an Düsseldorf wird deshalb mit einer geringeren Ausprägung des Bevölkerungsschwunds gerechnet. 

Die Fluktuation innerhalb unserer Wohnungsbestände, unterteilt nach den Standorten, bestätigt die vorhergehenden Prognosen. Diese lag im Jahre 2021 bei: 

Düsseldorf/Meerbusch-Büderich     5,16 % 
Duisburg                                        6,66 % 
Berlin                                             6,03 % 

Bedingt durch die Corona-Pandemie waren in den Lockdown-Phasen teilweise zurückgehende Wohnungsanfragen spürbar. Diese entwickelten sich im Jahresverlauf, wie im Jahre 2020, wieder auf ein ähnliches Level wie vor der Pandemie zurück. In Gebieten der Nachfragemärkte ergibt sich eine geringere Neigung zum Wohnungswechsel. Die etwas höhere Fluktuationsquote in Duisburg ist im geringeren Maße auf einen Angebotsüberhang, sondern vor allem auf die Altersstruktur der Mieterschaft, die über dem Durchschnitt der Rheinwohnungsbau liegt, zurückzuführen. Dennoch sind auch dort aktuell keine größeren Vermietungsprobleme zu verzeichnen. 

Abgeschlossene Modernisierungsmaßnahmen führten 2021 zu entsprechenden Mietanpassungen. 

Durch die Qualitätsverbesserung einzelner Wohnungen im Zuge von Mieterwechseln und aufgrund der nachhaltigen Entwicklung größerer Areale kommt es zu einer nach wie vor günstigen Geschäftsentwicklung.